Candide Nr. 8 — 09/2014 — Analyse

Sascha Roesler
Verbildlichung, Verkörperung, Übertragung. Anmerkungen zur ethnografischen Repräsentation in der Architektur

Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich unter modernen Architekten und Architektinnen eine empirische Forschung herausgebildet, die Mitte des Jahr­hunderts noch als quasi-ethnografisch, unterdessen jedoch aufgrund der fortschreitenden Verwissenschaftlichung als ethnografisch bezeichnet wer­den kann. Sascha Roesler unterscheidet in diesem Beitrag drei Formen der architektur-ethnografischen Repräsentation und plädiert dafür, den episte­mologischen Besonderheiten dieser Forschung Rechnung zu tragen. Entgegen der landläufigen Vorstellung, die ethnografische Forschung der Architektur erschöpfe sich in Bauaufnahmen, wird ein Repräsentationsmodell zur Geltung gebracht, welches Bauten als kulturelle „Aufschreibesysteme“ miteinbezieht. Entlang dreier Forschungsarbeiten — von Dorothy Pelzer, Trevor Marchand und Hassan Fathy — sei dieses Repräsentationsmodell beispielhaft dargestellt.

Candide Nr. 8, 09/2014

Blick auf New Gourna, Ägypten, um 1950
Blick auf New Gourna, Ägypten, um 1950

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