Candide Nr. 8 — 09/2014 — Essay.

Christoph Asendorf
Kontinuierlich erneuerte Aktualität: Ludwig Mies van der Rohe im Kontext verschiedener Epochen

Die Arbeit Ludwig Mies van der Rohes wird vielleicht mehr noch, als es bei anderen Architekten der Fall ist, immer wieder neu interpretiert. Zu Lebzeiten wäre dies durch Wandlungen im Werk selbst zu erklären, das sich von der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis zum Ende der Hochmoderne im Zeichen extremer Veränderungen auf allen zivilisatorischen Gebieten entfaltete. Aber auch heute noch verfügt Mies’ Werk über Eigenschaf­ten, die es von den verschiedensten Sei­ten her anschlussfähig halten. Christoph Asendorf reflektiert in diesem Essay aus kulturwissenschaftlicher Perspektive über die Aktualität seines architekto­nischen Oeuvres. Er beleuchtet dabei Mies’ Gratwanderung zwischen scheinbar widersprüchlichen Optionen: zwischen Ordnung und Freiheit, Modernität und Tradition, und konkreter raumbezogen: zwischen Grenzsetzung und Durchlässig­keit, Festigkeit und Fluidität.

Candide Nr. 8, 09/2014

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