Candide Nr. 1 — 12/2009 — Analyse

Robert Gassner
Familienbild mit Haus.
Wohnraum als Akteur in den Biografien seiner Bewohner

Im vorliegenden Aufsatz über Edvard Heiberg’s Ådalsvej-Haus in einem Vorort von Kopenhagen, 1939 für den Architekten und seine Familie entworfen, beleuchtet Robert Gassner einzelne und zum Teil miteinander verbundene Wohnsituationen. Er setzt dabei den Begriff „agency“ als analytisches Werkzeug ein, um das Haus und dessen gesamte Lebensdauer zu betrachten. Hierbei wird die Beziehung des Architekten zum Haus mit den Beziehungen verglichen, die aufeinanderfolgenden Bewohnergenerationen mit dem Haus aufgebaut haben. Dem prozesshaften Charakter des Hauses trägt Gassner Rechnung, indem er einzelne biografische Situationen beleuchtet. Diese Beobachtungen vergleicht er mit Ergebnissen anderer Forschungsfelder, bei denen „agency“ beobachtend und theoriebildend eingesetzt wird.

Candide Nr. 1, 12/2009

Seiten 117–140

Das Heiberg-Haus, Straßenansicht.
Das Heiberg-Haus, Straßenansicht.
Aus: Arkitekternes Ugehaefte, 13.10.1939

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